Nach zwölf Jahren Auftritts- und Publikationsverbot genehmigte die DDR-Obrigkeit Wolf Biermann überraschend eine Konzerttournee durch Westdeutschland. Dazu hatte ihn die IG Metall eingeladen. Biermann beginnt das erste - inzwischen legendäre - Kölner Konzert am 13. November 1976 mit seinem Hit "So soll es sein: wir mischen uns da bisschen ein. So soll es sein, so wird es sein. "
Die fast 7000 Zuhörer in der Kölner Sporthalle sind begeistert. Geplant sind zwei Stunden, es werden vier, nach 12 Jahren Verbot für den verfemten Dichter ein triumphaler Erfolg. Drei Tage nach dem Konzert meldet die Ost-Berliner Nachrichtenagentur ADN, die DDR habe Biermann die Staatsbürgerschaft aberkannt.
Dies hatte das Politbüro der DDR in einer geheimen Abstimmung bereits vor Biermanns Ausreise beschlossen. Das Konzert diente lediglich als Vorwand, den unbequemen Dichter loszuwerden.
Tausende Menschen in der DDR ergreifen Partei für Biermann, viele bezahlen dafür mit jahrelanger Haft.
Für viele ist Biermanns Ausbürgerung die endgültige Ernüchterung, das Ende der Hoffnung auf einen Prager Frühling in Berlin. Diese CD von Wolf Biermann bietet eine Sammlung seiner charakteristischen Lieder, die seine kritische Auseinandersetzung mit politischen und gesellschaftlichen Themen widerspiegeln. Biermann, bekannt für seinen scharfsinnigen und poetischen Stil, nutzt seine Musik, um Geschichten und Erfahrungen zu teilen, die tief in der sozialistischen Geschichte verwurzelt sind. Ein authentisches Hörerlebnis, das zum Nachdenken anregt und die Kraft der Musik als Ausdrucksmittel zeigt.