| Mit "A Light So Dim" schärfen die Kölner Extremmetaller Ultha ihr künstlerisches Profil weiter und liefern ein Album, das sich bewusst jeder Form von Gefälligkeit entzieht. Statt auf bloße Raserei zu setzen, entfaltet sich hier ein vielschichtiges Klangbild, das Black Metal mit Elementen aus Post-Metal und Doom zu einer dichten, beklemmenden Atmosphäre verschränkt. Erscheint als CD und Vinyl-LP auf Vendetta.
Die Kompositionen sind ausladend, oft jenseits klassischer Songstrukturen gedacht, und leben von ihrer dynamischen Entwicklung: eruptive Blastbeat-Passagen treffen auf schleppende, fast meditative Sequenzen. Gerade diese Kontraste verleihen "A Light So Dim" eine cineastische Qualität, die weniger auf einzelne Hooks als auf das Gesamtgefühl abzielt. Inhaltlich bewegt sich das Album in den vertrauten Abgründen existenzieller Verlorenheit, doch wirkt die Herangehensweise reflektierter, beinahe introspektiv. Die rohe Intensität bleibt erhalten, wird jedoch durch eine klarere Produktion und gezieltere Arrangements kanalisiert. |