Mit "Last" legen A Spell Inside ein Album vor, das seinen Titel bewusst doppeldeutig setzt: Ein vermeintliches Ende, das in Wahrheit ein kraftvoller Neuanfang ist. Das Trio zeigt sich darauf so fokussiert, frisch und energiegeladen wie selten zuvor – und beweist, dass Weiterentwicklung und Wiedererkennung keine Gegensätze sein müssen. Erscheint als CD auf Scanner.
Klanglich bewegt sich Last auf einem spannenden Grat zwischen modernem Synth-Pop, elektronischer Dichte und einer dezent düsteren Wave-Note, die der Band seit jeher eigen ist. Doch statt nostalgischer Rückschau dominiert ein Gefühl des Aufbruchs: klarer produziert, stärker auf den Punkt gebracht und melodisch noch ein Stück hymnischer. Besonders auffällig ist die stilistische Bandbreite, die dennoch homogen wirkt. Das poppig nach vorn gehende „Faces“ zeigt A Spell Inside von ihrer zugänglichsten Seite und verbindet luftige Synths mit einem Refrain, der sofort hängen bleibt. „Brighter Than the Sun“ inszeniert dagegen eine elegante Melancholie, die zwischen morbider Schönheit und fein gezeichneter Dramatik pendelt. Mit „Still jetzt“ schließlich wagt sich die Band selbstbewusst an einen deutschsprachigen Track – treibend, direkt und emotional aufgeladen. Insgesamt gelingt Last ein seltener Spagat: Die Songs funktionieren sowohl im Club mit ihrer klaren elektronischen Schlagkraft als auch im Kopfhörer, wo sich die melodischen Feinheiten und die emotionale Tiefe voll entfalten. A Spell Inside klingen reifer, sicherer und zugleich mutiger als je zuvor.
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