Drum Machines, Synths, Gitarren und vor allem Slogans: Auf seinem ersten Album „Reiche Eltern für alle“ singt der Hamburger DJ Sadface über Trouble und Glück in der nicht ganz so großen Großstadt. Vom Durchschleppen, Durchhalten, Durchsein.
In seinem Bedroom-Studio hat DJ Sadface einen intimen, autodidaktischen und eigenwilligen Sound gefunden. Tiefdunkel und voller Dringlichkeit, dann wieder zärtlich und beruhigend wie ein Therapiehund.
Die wavige Single „Depressive Antifa“ verhandelt den großen Widerstand im Inneren wie im Äußeren. Songs wie „Monolith“ und „Adventurous Eater“ widmen sich den Themen Heartbreak, Zweifel und glücklichen Unfälle auf völlig unterschiedliche Art und Weise. Der kleine Traum vom großen Erbe wird im Titeltrack „Reiche Eltern für alle“ geträumt, während „Hoch der Weltbevölkerung“ eine Zukunft auf der Asche alter Männer skizziert. Humor für Menschen, die nicht die ganze Zeit lachen. Aggression, versteckt unter warmen Decken. Selten unbeschwert und gut gelaunt, aber wenn, dann ansteckend.
FFO: Tocotronic, Britta, Air, Dean Blunt, The Velvet Underground, Boy Harshera