| Mit „Angelus Luminis“ veröffentlicht die DDR-Untergrundlegende Freunde Der Italienischen Oper ein brandneues Studioalbum als CD und Vinyl-LP auf Major Label. Schon mit „Via Dolorosa“ (2020) und „Kassandras Komplex“ (2024) hat das Quintett um das charismatische Multitalent und Sänger Ray van Zeschau eindrucksvoll an die 80er-Vergangenheit angeknüpft und sich seitdem mit seiner einzigartigen Stilistik zwischen Dark Wave, Postpunk, Indierock und Chanson Noir um die unverwechselbare Gesangsstimme bemerkbar gemacht. Doch so abwechslungsreich und überzeugend wie auf diesen elf neuen Stücken haben die „F. D. I. O. “ wohl noch nicht geklungen. Zwischen dem „Faust“-Auftritt am Staatsschauspiel Dresden 1989 und dem Wave Gotik Treffen 2026 liegen 37 Jahre, diese Band hat in verschiedenen Aggregatszuständen und Aktivitätsmodi lange Zeit überdauert und schafft mit „Angelus Luminis“ ein frisches interessantes Werk voller Ironie und Bezüge, vom Barockkomponisten Henry Purcell über die Ramones bis zum diskursiv überhitzten Merkel-Zitat „Wir Schaffen Das“. Gerade weil die visuellen Elemente bei den Auftritten der Freunde Der Italienischen Oper so eine große Bedeutung einnehmen, verblüfft die ästhetische Geschlossenheit und kreative Kraft, die „Angelus Luminis“ zeigt. |