Mit A Grey Chill And A Whisper loten Beltez die Grenzen des zeitgenössischen Black Metal aus, ohne dessen Wurzeln aus den Augen zu verlieren. Ausgangspunkt ist die eigens für die Band verfasste Kurzgeschichte Black Banners der deutschen Autorin Ulrike Serowy, die dem Album einen erzählerischen Rahmen gibt. Doch es ist vor allem die Musik selbst, die diese düstere Welt mit Leben füllt. Erscheint als Doppel-LP auf Vendetta.
Hauntinge Melodien, markerschütternde Schreie und wuchtiges Drumming verdichten sich zu einem massiven Klangkörper, der zwischen Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit, Mut und innerer Stärke pendelt. Beltez lassen dabei immer wieder kurze Momente zum Luftholen, bevor sich die nächsten Soundwände auftürmen. Melodischer Black Metal trifft auf die Brutalität des Death Metal und die Schwere des Post-Metal, ohne dass die einzelnen Einflüsse je wie Fremdkörper wirken. So entsteht ein Album von beinahe monolithischer Wirkung: düster, bedrückend und zugleich faszinierend. A Grey Chill And A Whisper zeigt, wie viel künstlerischer Spielraum im Black Metal steckt, wenn man sich traut, seine Grenzen zu verschieben, statt sie einfach zu ignorieren.
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