Mit "H’art Songs" veröffentlichte der amerikanische Komponist Louis Thomas Hardin – besser bekannt als Moondog – 1978 ein außergewöhnliches Album, das bis heute zu seinen faszinierendsten Werken zählt. Erscheint als Reissue auf CD und zum allerersten Mal überhaupt auf Vinyl-LP auf The Estate Of Moondog. Es war das erste Album, das seinen (Moondog) Namen nicht im Titel trug, aber vielleicht das persönlichste und poetischste seiner gesamten Diskografie. Der Titel spielt nicht nur mit dem Begriff der Kunstlieder („Art Songs“), sondern auch mit Moondogs bürgerlichem Namen – Hardin –, was aus den H’art Songs auch „Hardin's Art Songs“ macht. "H’art Songs" ist ein seltenes Beispiel für Moondog als Sänger. Entstanden in den späten 1970er-Jahren, als Moondog sich bereits in seinen Sechzigern befand, vereint das Album auf verblüffend schlichte und doch vielschichtige Weise Elemente der klassischen Musik mit Pop-Strukturen. Es handelt sich um eine Sammlung von zehn Liedern, die sich formal oft an barocke oder mittelalterliche Prinzipien wie Kanons und kontrapunktische Strukturen anlehnen, inhaltlich aber mit gesellschaftlicher Schärfe, Naturromantik und autobiografischer Tiefe überzeugen. Ein Meisterwerk im Flüsterton.
Beim Start dieses Videos erlauben Sie Youtube den Einsatz von Cookies, um Informationen über das Nutzerverhalten zu sammeln.
Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutz-Bestimmungen