| WANTING MACHINE II ist das zweite “Solo” – Album des Gitarristen, Komponisten und Mitbegründers der JazzWerkstatt Wien – PETER ROM – der in x Formationen und Bands im musikalischen Zentralnervensystem Wiens verankert und seit wenigen Jahren auch Professor an der MUK in Wien ist. Entstanden ist ein durchgehend H A L L U Z I N A T O R I S C H E S Album, das eine akustische Verbindungslinie zwischen Musikern wie dem Schlagzeuger Lukas König und dem Saxophonisten Matthew Halpin zieht, inklusive Avantgarde-Schlagzeug-Beats, Theremin-Sirenen, Singender Säge und viel mehr.
„Ich bewundere die literarische Welt Kafkas. Stufen, die unter steigenden Füßen aufwärts wachsen, oder die Stufe über die man nicht hinauskommt, weil sie so hoch ist. Immer wieder müssen Kafkas Protagonisten feststellen: Sie haben eine Situation zu 100% falsch eingeschätzt. Die Welt wirkt, als stünde sie fest, in Wirklichkeit ist alles unsicher, weich, formbar und verschwimmt.
Ich wollte immer, dass Musik auf vielen Ebenen funktioniert. Wie ein Hologramm, das man ansieht, dann sieht man durch es durch und von einer anderen Stelle sieht alles wieder ganz anders aus. “ Auf WANTING MACHINE II weiß man oft nicht, wer welche Töne erzeugt. Unter anderem durch Spieltechniken und Verfremdungseffekte klingen die Instrumente als wären sie andere, verschwimmen ineinander, zeigen sich vorübergehend erkennbar, verschwinden und tauchen neu verwandelt wieder auf. PETER ROM's Kompositionen nehmen zahlreiche Wendungen, entgleiten einem, ändern ständig – manchmal plötzlich, manchmal schleichend – ihre Aggregatzustände, verflüssigen und verschieben sich, lösen sich auf oder gefrieren. Mit WANTING MACHINE II gelingt PETER ROM ein Album mit hypnotischer Wirkung, die perfekte Realitätsflucht, ein schmeichelweicher Trip. |