Man merkt schon am Bandnamen, am Albumtitel, am gesamten Flair, den dieses Projekt verströmt: da will jemand vieles ganz anders machen. Eventuell: alles. Sich nicht erklären, sondern Gedanken, Worte, Töne, Ideen und, ja, Humor und Lebenslust ungeniert fließen lassen. Nennen wir es einfach: Musik. Kreativität. Kunst.
Die Rede ist von Ignaz Tschinön und seinem neuen Album. Einem Erstling. Einem Werk also, das der Welt einen bislang weithin unbekannten Act und seine Besonderheiten vorstellt. Und den Kopf des Ganzen: Ignaz Tschinön, das Alter Ego des Wiener Kreativbündels, Multiinstrumentalisten und Songwriters Matthias Nowak.
Inspiriert von der Patina legendärer Bands aus dem Golden Age des Funk wartet der Bandleader mit einem achtköpfigen, medusaesken Ensemble auf, das keine Wünsche offenlässt. Unter dem Titel „Parasympathikus“ dokumentiert Ignaz Tschinön die persönliche, emotionale und humorvolle Konfrontation mit den großen Fragen eines frischgebackenen Dreißigers. Klingt schräg? Ist es auch. Prince, Zappa, Uzzi Förster und Werner Pirchner wären stolz auf ihren Neo-Bruder im Geiste. Ignaz Tschinön und seine Entourage sind angetreten, die Welt zu erobern. Nicht mehr, nicht weniger.